Kopftuch-Diskurse im Kontext von antimuslimischen Rassismus

Freitag 13.07: 19.00 Uhr
Workshop: Kopftuch-Diskurse im Kontext von antimuslimischen Rassismus in P204 (Philosophicum)

In Deutschland leben derzeit etwa 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, sie machen somit 19% der Bevölkerung aus. In der öffentlichen Auseinandersetzung stehen Migrant*innen aus muslimisch geprägten Ursprungsländern besonders im Vordergrund; sie gelten überdurchschnittlich oft als „integrationsunwillig“ und verhaftet in einer Kultur, die als unvereinbar mit den Werten der sogenannten deutschen „Leitkultur“ angesehen wird. Eine zentrale Rolle in diesen Debatten spielt auch immer wieder das Geschlechterverhältnis, welches als rückschrittlich und frauenverachtend wahrgenommen wird.

Wir wollen in diesem Workshop die Debatten rund um die Schlagwörter Islam, Kopftuch und Zwangsheirat kritisch beleuchten und uns Fragen stellen wie: Was für Diskurse dominieren derzeit eigentlich über Muslim*innen? Was bewirken sie? Wem nutzen sie? Was ist überhaupt antimuslimischer Rassismus? Und welche Rolle spielen dabei vermeintlich emanzipative Bestrebungen (wie Antisexismus)?


Ziel des Workshops ist es, nach Wegen für eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit diesen Themen zu suchen und dabei die eigene Sprecher*innenposition einer kritischen Reflexion zu unterziehen. Der Workshop ist auch für Einsteiger*innen sehr gut geeignet.

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