“Kurz ist der Schmerz, und ewig ist die Freude”

(english text below)

Ein Gespräch über BDSM, Allgemeinheiten, Begriffe, und Aspekte des BDSM in queeren Zusamenhang
(Ann Antidote antidote[at]imensis.net)

Achtung: einige Themen könnten empfindlich sein oder triggern, und obwohl wir Diskussionsregeln und Moderation haben werden, bitten wir, dass jeder TeilnehmerIn aktiv auf ihre Grenzen aufpasst.

Die Sichtbarkeit von BDSM hat in den letzten Jahren zugenommen, nicht überraschend nach der Entwicklung des Internets, die nicht nur den Zugang zu Information und Diskussion beschleunigt, sondern auch zu einer Änderung in Bewusstsein und Wahrnehmung, auch von der Mainstream-Gesellschaft beigefügt hat.

In queeren und feministischen Zugsamenhängen war dies keine Ausnahme, aber die Diskussion lies sich nicht von der Diskussion(en) über Macht, Privilegien, Missbrauch, Minderheiten und natürlich Konsens trennen, auf persönlicher sowie auf kollektiver Ebene.

BDSM ist auf gegenseitigem Einverständnis, Verhandlungen und Respekt von Grenzen basiert. Ohne Zustimmung, Verhandlung, oder Grenzwahrnehmung, reden wir nicht mehr von BDSM sondern von Begriffen, die von „deutlich unangenehmer“ zu „kriminellen“ gehen können.

Dieser Vortrag wird sich mit BDSM als einvernehmlichen Lebensstil beschäftigen. Wir werden in erster Linie einige allgemeine Begriffe erklären, versuchen die immense Vielfalt drin in allgemein zu beschreiben, und die Fragen der TeilnehmerInnen zu beantworten. Unsere Ziel ist nicht alle Aspekte von BDSM zu decken, sondern allen Interessierten eine allgemeine Vorstellung zu vermitteln. Wir werden uns mit BDSM in queeren Zusammenhang (Queer im Sinne von sicheren Raum) beschäftigen, welche Bedürfnisse, Themen, Herausforderungen, Grenze sind daran spezifisch oder anders gehandelt..

Dies wird nicht ein praktischer WS auf spezielle oder allgemeine BDSM-Praktiken, obwohl Informationen über Bildungsressourcen und Kontakte bereitgestellt werden kann.

Über Ann Antidote

 

“Short is the pain, but eternal the joy”

A talk about BDSM, its general terms and aspects of BDSM in queer comunities.
(Ann Antidote antidote[at]imensis.net)

Some topics might be sensitive or trigger, and although the discussion will be moderated and rules will be defined, we kindly ask that each participant actively looks after hir borders.

The visibilty of BDSM has increased in the last years, not surprisingly following the development of the internet which not only accelerated the access to information and discussion, but also promoted a change in the awarenes and perception, also from the mainstream society. In the queer and feminist communities this was no exception, except that the discussion was not to be dissociated from the discussion on power, privilege, abuse and of course, consent, both at a personal and collective level.

BDSM is based on mutual consent, negotiation, respect of borders.. Without consent, negotiation, respect of borders, the many labels to put to it are not nice or fluffy, and can go from plainly unpleasant to criminal.

This talk will aproach BDSM in its aspect of consensual life style only, and will deal in the first place with some common terms, the imense diversity inside it, and basically try to answer the questions that arise. The scope is not to cover all aspects from BDSM, but to convey a general idea to those getting interested in it and eventually looking forward to learn more. We will look into BDSM from a queer (in the sense of safe space) point of view, which needs can be thematised, what makes it special, its chalenges and achievements.

This is not going to be a practical WS on special or generic BDSM practices, although information can be provided on where to get educational resources.

About Ann Antidote

Bikesexual: vegane DIY Sexspielzeuge aus kaputten Fahrradteilen

Lerne wie du ein Harness, Handfessel, Halsbänder, eine Peitsche oder einfach nur ein Armband oder Schmuck machen kannst, alles von kaputten Fahrradteilen und mit einfachen Techniken, sodass dein Sexleben genauso schmutzig, günstig und umweltfreundlich ist wie Du es willst; das Ganze weit über die Grenzen jeglicher Sexshopangebote.

Konzert ab 21 Uhr

Auch dieses Jahr wird es wieder ein Konzert geben. Mit dabei sind: 

Kenny Kenny Oh Oh (grrrl punk / berlin)

Vicious Irene (grrrl punk / göteborg//schweden)

Räuberhöhle (riot grrrl electro bleep / berlin)

 

Los gehts um 21 Uhr, direkt nach dem Essen <3

Poetry Slam

Freitag 13.07: 21.30 Uhr
Poetry Slam im Haus Mainusch

Die rasanteste Art der Literatur-Events, der Poetry Slam, darf auf dem Ladyfest Mainz nicht fehlen. Ob bedächtig oder wütend – eines haben unsere Slammerinnen gemeinsam: das Talent, ihr Publikum zu unterhalten, zum Nachdenken und zum Schmunzeln zu bringen. Mutig stellen sie sich der gnadenlosen Kritik der Publikumsjury. Ladiez*! Wir sind gespannt auf eure Texte.

*darunter verstehen wir alle, die sich nicht männlich definieren

Improtheater

Sonntag 15.07: 11.00 Uhr
Workshop: Improtheater im Haus Mainusch

Sich ausprobieren, Rollen tauschen und mit dem Ungewissen spielen – das bietet der Improtheater-Workshop allen neugierigen Ladiez* auf dem Ladyfest. Beim Improtheater gilt es, aus wenigen Regeln und Stichwörtern schauspielerisch eine neue Geschichte zu spinnen. Dabei weiß niemand vorher, wie es weitergeht. So können die absurdesten und lustigsten Situationen entstehen. Wir spielen nicht vor Publikum, sondern lernen in entspannter Atmosphäre die verschiedenen Impro-Techniken kennen.

*darunter verstehen wir alle, die sich nicht männlich definieren

Kopftuch-Diskurse im Kontext von antimuslimischen Rassismus

Freitag 13.07: 19.00 Uhr
Workshop: Kopftuch-Diskurse im Kontext von antimuslimischen Rassismus in P204 (Philosophicum)

In Deutschland leben derzeit etwa 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, sie machen somit 19% der Bevölkerung aus. In der öffentlichen Auseinandersetzung stehen Migrant*innen aus muslimisch geprägten Ursprungsländern besonders im Vordergrund; sie gelten überdurchschnittlich oft als „integrationsunwillig“ und verhaftet in einer Kultur, die als unvereinbar mit den Werten der sogenannten deutschen „Leitkultur“ angesehen wird. Eine zentrale Rolle in diesen Debatten spielt auch immer wieder das Geschlechterverhältnis, welches als rückschrittlich und frauenverachtend wahrgenommen wird.

Wir wollen in diesem Workshop die Debatten rund um die Schlagwörter Islam, Kopftuch und Zwangsheirat kritisch beleuchten und uns Fragen stellen wie: Was für Diskurse dominieren derzeit eigentlich über Muslim*innen? Was bewirken sie? Wem nutzen sie? Was ist überhaupt antimuslimischer Rassismus? Und welche Rolle spielen dabei vermeintlich emanzipative Bestrebungen (wie Antisexismus)?


Ziel des Workshops ist es, nach Wegen für eine unvoreingenommene Auseinandersetzung mit diesen Themen zu suchen und dabei die eigene Sprecher*innenposition einer kritischen Reflexion zu unterziehen. Der Workshop ist auch für Einsteiger*innen sehr gut geeignet.

Feministische Ökonomie

Sonntag 15.07: 13.00 Uhr
Vortag/Workshop: feministische Ökonomie in P7 (Philosophicum)

Deregulation der Märkte, Spekulationen auf Land und Nahrungsmittel, Wachstum um jeden Preis und völlig an den Lebensbedürfnissen von Menschen vorbei – der Kollaps kommt nicht überraschend. Überraschend ist auch nicht, dass die Auswirkungen der Krise bestimmte Menschen härter treffen als andere: Nämlich vor allem Menschen im globalen Süden, Menschen mit wenig Kapital und dort insbesondere Frauen.
Ist eine andere Wirtschaftsordnung denkbar?

Bietet die feministische Ökonomie eine gerechtere und finanzierbare Lösung an?

Wir glauben schon!

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