Cum different – Doku und Diskussion über Pornos von feministischen Frauen

Der 30minütige Dokumentarfilm “Cum different” zeigt Kurzportraits internationaler Pornofilmregisseurinnen. Seit den 1980er Jahren gibt es immer mehr Filmemacherinnen, die sich die Entwicklung eigener Pornofilme zum Ziel gesetzt haben, die entgegen dem Mainstream darauf abzielen, weibliche Aspekte in dieses Genre einzubringen.

Vorgestellt werden Erika Lusts spanische Kurzfilme, Anna Brownfield Sexfilm “The Band”, Jennifer Lyon Bell erotische Kurzfilme, sowie Julia Ostertags experimentelle Fetischfilme aus Berlin.
Die unterschiedlichen Herangehensweisen an  den alternativen erotischen Film erlauben einen Blick in eine buntere und kreative Pornowelt, die sich nicht in der Schmuddelecke verstecken braucht.

Die Dokumentation ist der Abschlussfilm der Kommunikationsdesignerin Katharina Szmidt, welche an diesem Abend, über die Themen feministische Pornografie, Pornokonsum und Zukunft des Pornos diskutieren will.

Auch Fragen, warum es so schwer ist, das Genre Pornografie salonfähig zu machen und wie man einen guten Porno drehen kann sollen angesprochen werden.

 

Info: Die Dokumentation enthält expliziten Inhalt.

Fußballfankultur und Männlichkeit

Freitag, 13. Juli 2012   19:00 bis 22:00
Philosophicum Uni Mainz, In P11
Almut Sülzle, wird ihre Promotion vorstellen:„Wir sind alles Offenbacher Jungs“Fußball und Männlichkeit, eine selbstverständliche, oft zitierte Kombination, die jedoch in der ethnographischen Forschung bisher nie genauer untersucht und deren Relevanz für die Fankultur zwar immer wieder lapidar festgestellt, aber nie detailliert beschrieben wurde.Welche Rolle spielt Geschlecht im Fußballstadion, und welche Rolle spielt Fußball im Geschlechterverhältnis? Dieser Frage gehe ich in einer Ethnographie des Fanblocks der Offenbacher Kickers nach. Dort frage ich: Wie lassen sich Geschlechterverhältnis, Männlichkeit und Weiblichkeit, doing und undoing gender im untersuchten Fußball-Fanblock beschreiben? Und schließlich: Welche Anmerkungen zum Thema „Frauen in Männerdomänen“ lassen sich aus diesen Ergebnissen formulieren? Ziel der qualitativen Studie ist die Suche nach dem für die Beforschten sinnhaften Handeln im Umgang mit (objektiv ungleichen) Geschlechterverhältnissen. Meine Forschung verstehe ich als Männlichkeitsforschung, die sich auf Frauen als Akteurinnen konzentriert. Ausgehend von der These, dass wir gerade von Frauen (in Männerdomänen) viel über Männlichkeit lernen können, sowohl für die ethnographische Beschreibung als auch für die politische Veränderung der Geschlechterhierarchien.”http://www.uni-marburg.de/fb03/euroethno/institut/ma/merkel/suelzle

Revolution in Ägypten und deren Auswirkung auf die Geschlechterverhältnisse

Samstag 14.7: 12.00 Uhr im Philosophicum P10
Hoda Salah ist Ägypterin und Frauen-/Menschenrechtsaktivistin, sie promoviert in Frankfurt zum Thema: “Die politische Partizipation von islamischen Aktivistinnen in Ägypten”Thema des Vortrags: “Ohne Frauen ist kein Staat zu machen –Die Revolte in Ägypten und deren Auswirkungen auf die GeschlechterverhältnisseFrauen waren auf vielfältige Weise an der Revolution beteiligt, sie haben demonstriert und in der medialen Öffentlichkeit ihre Anliegen der Öffentlichkeit erklärt. Frauen wurden während der Revolution gefoltert und ermordet. Dies alles gibt ihnen das Recht, sich nach der Revolution an den Rundtischgesprächen zu beteiligen, so dass sich ihre Teilnahme auch zukünftig auf die Situation und Rechte der Frauen auswirken werden. Die Geschichte zeigt jedoch auch, dass Frauen, die aktiv in Revolutionen waren, oftmals nach dem erfolgreichen Umsturz von der politischen Einflussnahme ausgeschlossen worden sind. Ziel des Vortrags ist es, gemeinsam zu diskutieren, welche Strategien Frauen verfolgen können und über welche Möglichkeiten sie verfügen, um weiterhin und langfristig aktiv die Politik ihres Landes gestalten zu können.”Sie selbst wird bis Ende Juni in Kairo sein und kann uns daher im Juli ganz aktuell die Lage in Kairo/Ägypten schildern.Hoda Salah war bis Ende 2010 an der Freien Universität zu Berlin wissenschaftliche Mitarbeiterin und ist derzeit Postdoc-Stipendiatin an der Goethe Universität Frankfurt am Main

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